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  Michael Hettenbach
Rechtsanwalt
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(a) Zu diesen Seiten oder: Über die Konfusion im Fahrerlaubnisrecht

 
   
 

Zu diesen Seiten oder: Über die Konfusion im Fahrerlaubnisrecht.

Diese Seiten entwickeln sich dynamisch und garantiert meist nicht so, wie wir uns das vorstellen. Das hängt nicht zuletzt mit der Geschichte von Verkehrsthek zusammen.

Vor einigen Jahren bissen wir uns an einem eher banalen Fall der Entziehung einer Fahrerlaubnis beinahe die Zähne aus. Fahrerlaubnisrecht kann sehr, sehr speziell sein - besonders wenn man sich nicht täglich damit beschäftigt.

Was wir schon immer wussten, was uns aber noch nie so deutlich wie damals vor Augen geführt wurde: Reine Rechtsanwendung hat Grenzen. Wer Alkohol"sünder" verteidigt, ohne die späteren Konsequenzen im Hinblick auf eine MPU zu bedenken, wer versucht, einem gelegentlichen Cannabiskonsumenten die Untiefen unseres Fahrerlaubnisrechts zu vermitteln, läuft Gefahr, kaum mehr wiedergutmachbare Fehler zu begehen.

Ich drücke es neutral aus: Psychologen denken anders als Juristen, der Sachbearbeiter in der Verwaltung mag bei mancher "Strafverteidigerlogik" zusammenzucken und vice versa. Hat man diese Fachleute glücklich vereint, erfährt man garantiert vom Rechtsmediziner, dass manche Fälle eben doch wieder ganz anders gelagert sind, als gedacht. Falsch positiver Opiatenachweis nach Genuss von Mohnbrötchen mag dafür einen Beleg liefern.

Die Situation wird dadurch nicht gerade erleichtert, dass gerade unter Laien Patentrezepte kursieren, wie man garantiert schnell und problemlos den begehrten 'Lappen' wiedererhält. Wer hat nicht einen Vetter oder einen Freund, der bei einer bestimmten Gutachtensstelle mit einer narrensicheren Taktik seine Fahrerlaubnis zurückbekommen hätte?

Mangels hinreichender Aufklärung beginnt für Betroffene mit dem Entzug der Fahrerlaubnis häufig eine Odyssee, die ohne sachkundige Hilfe nicht oder nur schwer zu bewältigen ist. Eine Lobby für Betroffene gibt es kaum, es scheint, als werde man mit dem Entzug der Fahrerlaubnis zum verachteten Außenseiter. Um diese Missstände zu mildern, arbeiten wir seit Jahren eng mit Ärzten, Psychologen, Führerscheinstellen, Gutachtensstellen und sonstigen Fachleuten zusammen.

Während sich die Zusammenarbeit in der Praxis, in unserem Forum und nicht zuletzt in Buchform glänzend bewährt hat, könnte sie im Bereich von Verkehrsthek noch besser werden. Wir arbeiten daran. Wenn Sie Lust haben, sich zu beteiligen: Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Im März 2003

Michael Hettenbach

 
 

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